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Megan Abbott - Das Ende der Unschuld

WDR 2 Buchtipp, 26.02.2012

In diesem Krimi geht es um das Erwachsenwerden, um Väter und Töchter, Familie und Freundschaft, um Lügen und Geheimnisse. Hochspannend, auf eine sehr sanfte Art, findet Christine Westermann.

Cover:Megan Abbott - Das Ende der Unschuld

Die Handlung

spielt in einer Kleinstadt im Mittleren Westen der USA. Lizzie und Evie sind 13 Jahre alt, sie wohnen nebeneinander, machen nichts ohne einander, teilen alles. Vor allem die Geheimnisse, die man mit 13 hat . Eines Tages ist Evie verschwunden. Einzige Spur: ein rostbraunes Auto, das am Morgen ein paar Mal durch den Ort gefahren ist. Lizzie als beste Freundin steht im Zentrum der Aufmerksamkeit, sie soll der Polizei und den aufgelösten Eltern helfen. Aber sie forscht auch auf eigene Faust nach. Als sie nachts durch die kleine Stadt läuft, kommt sie einem Geheimnis auf die Spur und ahnt, dass ihre Freundin eben doch nicht alles mit ihr geteilt hat.

Die Autorin

wurde 1971 in Detroit geboren, studierte amerikanische Literatur. Megan Abbott hat sechs Romane geschrieben. Sie bekam unter anderem den Edgar-Allan-Po-Preis, die höchste Auszeichnung für amerikanische Krimiautoren.

Die Bewertung

Das Ende der Unschuld ist eines der ersten Bücher, das ich auf dem i-Pad gelesen habe. Das heißt, es gibt keinen Klappentext, in dem man etwas über Inhalt und Autor erfährt. Keine Ahnung zu haben, war in diesem Fall mal von großem Vorteil. Ich habe mich völlig unbefangen auf dieses Buch eingelassen, nichtwissend, dass ich einen Kriminalroman lese. Ist es für mich auch nicht. Jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne. Es geht um das Erwachsenwerden, das Erwachen der Sexualität, um Väter und Töchter, Familie und Freundschaft, um Lügen und Geheimnisse. Wie das erzählt und beschrieben wird, ist hochspannend und packend, auf eine sehr sanfte Art. Selten hat mich ein Buch so schnell eingefangen wie dieses. Von der ersten Seite an war ich wie verzaubert, war mitten unter den Menschen in dieser Kleinstadt, in der am helllichten Tag ein 13-jähriges Mädchen verschwindet.
Es ist Fastenzeit, man versucht, sich zu mäßigen. Ist mir bei diesem Buch nicht gelungen. Ich habe es verschlungen.
Aber ich werde es noch mal lesen.
Und diese Lust auf ein zweites Mal habe ich nicht oft.

Megan Abbott
Das Ende der Unschuld
Verlag: Kiepenheuer und Witsch
ISBN: 978-3-462-04390-7
Preis: 17,99 Euro

Kategorie:

© 2016 Christine Westermann