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Journalistin

...and the winner is: Der Leser!

Externer Link: Deutscher Buchpreis 2011 Homepage

Eugen Ruge hat mit »In Zeiten des abnehmendes Lichts« den Deutschen Buchpreis 2011 gewonnen.

Sechs Bücher auf der Shortlist standen zur Wahl. Sechs Juroren haben sich auf ein Buch geeinigt, das war schwer, aber am Ende doch möglich. Jeder der sechs Juroren hatte sich zuvor verpflichtet, für eines der Bücher eine offizielle, aber dennoch sehr persönliche Empfehlung abzugeben. Ich hatte mir »In Zeiten des abnehmenden Lichts« ausgesucht, nicht wissend, dass Eugen Ruge der spätere Buchpreisträger sein würde.

Empfohlen habe ich diesen Roman so:

»Es braucht ein paar Zeilen, um mittendrin zu sein. Im Leben der Anderen: Einer deutschen Familie vom Ost-Anfang bis zur West-Wende. Von drei Generationen erzählt der Roman, zu jeder findet man beim Lesen eine stille Nähe.
Eugen Ruges Sprache drängt sich nicht auf, verzichtet auf blumige verbale Schlenker, ist lebendig im Vergehen und besitzt feinen Humor. Deutschland in Zeiten von Pieck, Grothewohl, Ulbricht , Honecker, das ist auch geballte Ladung Geschichte. Und doch verkommt der Roman nie zur historischen Nachhilfe in Buchform, sondern bleibt 426 Seiten lang ein literarisches Vergnügen.«

Man kann viel schreiben, um dieses Buch zu loben. Aber im Grunde bringt es die ultimative Heidenreich-Aufforderung auf den Punkt: »LESEN!« Ich würde vielleicht noch hinzufügen: »BITTE!«

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© 2016 Christine Westermann