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Mitten im dichten Straßenverkehr dreht jemand die Scheibe seines Autos herunter. »Danke für 20 Jahre Zimmer frei!« ruft er zu mir herüber, strahlt mich an. Ich strahle zurück und freue mich zugleich über diese und unzählige andere große und kleine Lobhudeleien, die mich seit dem Ende der Sendung erreichen. Nach 20 Jahren und fast siebenhundert Gästen ist »Zimmer frei!« Geschichte und – Überraschung: Das Leben geht weiter. Ziemlich fröhlich und bunt, genau wie vorher. »Zimmer frei!« war Teil meines Lebens, aber nicht das ganze Leben.

Im Radio und Fernsehen empfehle ich weiterhin Bücher, übe das Streiten im »Literarischen Quartett«. Ich sitze in der Jury zum Deutschen Reporterpreis und in der für den Hörbuchpreis.
Im Winter 2017/Frühjahr 2018 zeigt der WDR eine Produktion mit dem Titel »Crime am Rhein«. Da habe ich in diesem Jahr mitgespielt. Bekannte Autoren erzählen, warum sie sich für ihren Kriminalroman ausgerechnet Köln als Tatort ausgesucht haben. Eine wirklich spannende Produktion.

Und nun? Jetzt ist das neue Buch da. Da freue ich mich einfach. Eine Lesereise durch Deutschland schließt sich in den kommenden Monaten an. Vielleicht den nächsten Jahren.

Da geht noch was? Ja. Sogar viel mehr, als ich geglaubt habe. 
Schön, oder?

BUCH

»Manchmal ist es federleicht - Von kleinen und großen Abschieden«

Kann man Abschiednehmen lernen?

Das Thema Abschied begleitet mich ein Leben lang. Gerade als Kind war es für mich angstbesetzt, als würde mir etwas genommen, ohne die Aussicht, die Hoffnung, es je wieder zurückzubekommen. Im Laufe meiner Lebensjahre habe ich das Abschiednehmen mehr oder weniger gefasst hingenommen. Aber erst jetzt, im Alter, gelingt mir ein anderer, ein offener, ein zugewandter Blick darauf.

»Zur letzten Sendung komme ich nicht«, habe ich zwei Jahre vor dem Ende von „Zimmer frei“ scherzhaft gesagt. Die Furcht vor diesem Abschied war gewaltig, die Sorge, vor einem Millionenpublikum möglicherweise in Tränen auszubrechen, unkontrolliert zu schluchzen.
Als wir im September 2016 tatsächlich die letzte „Zimmer frei“ Sendung machten, war der Abschied nach 20 Jahren ein überraschend fröhlicher, ein federleichter.

Warum das so war? Warum Abschiednehmen auch leicht sein kann? Warum sich mein Umgang mit dem Thema Abschied verändert hat? Warum zum Abschiednehmen die Angst vor Verlust zwar dazugehört, sie aber im besten Fall auch immer gepaart ist, mit dem Mut, sich auf etwas Neues einzulassen, davon schreibe ich in meinem neuen Buch.

Und der Titel ist Programm: wenn ich von den kleinen und großen Abschieden erzähle, ist das keineswegs schwermütig oder tieftraurig. Manchmal ist es federleicht. Meistens sogar.

Christine Westermann
Manchmal ist es federleicht – Von kleinen und großen Abschieden
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
192 Seiten, gebunden mit SU
ISBN: 978-3-462-05050-9
Preis: 19 € (D) / 19,60 € (AT)
Erhältlich in jeder Buchhandlung

Kategorie:

© 2016 Christine Westermann

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Termine

21.11.2017, 19.30 Uhr

Manchmal ist es federleicht

Bärenherz Stiftung, Bahnstraße 13a, 65205 Wiesbaden

23.11.2017, 19.30 Uhr

Buchtipps 2017 von und mit Christine Westermann

Theater Gütersloh, Skylobby, Barkeystraße 15, 33330 Gütersloh

24.11.2017, 19.30 Uhr

Manchmal ist es federleicht

Altes Rathaus, Kaiserstr. 36, 52146 Würselen

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